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Mobiles Ladegerät und smartes Ladekabel: die besten Modelle für die Schweiz und wann man keins braucht

Mobiles Ladegerät fürs Elektroauto: Juice Booster, NRGkick und go-e im Vergleich (T23, CEE, Preise in CHF) und warum die Spesenvergütung keins braucht.

Aubin Aycaguer, Chief of Staff, Voltaback3. Nov. 2026

Smartes Ladekabel an einem Geschäftsauto, das zu Hause in der Schweiz lädt

Ein mobiles Ladegerät mit App, oft «smartes Ladekabel» genannt, misst jede Ladung und überträgt sie per Bluetooth, WLAN oder Mobilfunk. In der Schweiz kosten die besten Modelle rund CHF 700.– bis 1'500.– pro Stück, und an einer T23-Steckdose laden sie mit rund 3 kW wie jedes andere gute mobile Ladegerät. Um den Heimladestrom einer Flotte zu vergüten, braucht es kein smartes Ladekabel.

Dieser Artikel erklärt, wie ein mobiles Ladegerät funktioniert, welche Leistung es an Schweizer Steckdosen (T13, T23, T25, CEE) tatsächlich liefert, vergleicht die in der Schweiz erhältlichen Modelle und beantwortet die Frage, die Flottenverantwortliche am häufigsten stellen: Braucht es für die Spesenvergütung einen geeichten Zähler? Zur Transparenz: Voltaback verkauft keine Hardware. Voltaback ist eine Software, die Heimladestrom zu effektiven Kosten vergütet. Wir können deshalb offen sagen, wann sich ein smartes Ladekabel lohnt und wann nicht.

Typ-2-Kabel, mobiles Ladegerät, smartes Ladekabel: die Begriffe

Drei Produkte sehen ähnlich aus, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben. Es lohnt sich, sie sauber zu unterscheiden.

  • Das Typ-2-Ladekabel (Mode 3) verbindet eine Wallbox oder öffentliche Ladestation mit dem Auto. Es enthält keine Steuerelektronik: Die Ladestation steuert den Ladevorgang. Dieses Kabel liegt typischerweise im Kofferraum für öffentliche Stationen.
  • Das mobile Ladegerät (Mode 2) wird an eine Haushalts- oder Industriesteckdose angeschlossen. Seine integrierte Steuerbox (In-Cable-Control-Box, ICCB) kommuniziert mit dem Fahrzeug, legt den Ladestrom fest und übernimmt den Schutz: Fehlerstromerkennung, Überwachung des Schutzleiters, teilweise Temperaturfühler im Adapter.
  • Das smarte Ladekabel ist ein mobiles Ladegerät mit zusätzlichem Energiezähler und Kommunikation (Bluetooth, WLAN, teils SIM-Karte). Es speichert jede Ladung mit kWh, Dauer und Uhrzeit.

Die Electrosuisse-Broschüre «Anschluss finden» beschreibt diese Ladebetriebsarten und hält fest, dass sich in Europa der Typ-2-Stecker für das Laden mit Wechselstrom durchgesetzt hat. Welches Kabel zu welchem Einsatz passt, zeigt unsere Seite Ladekabel.

Mobiles Ladegerät an einem Flottenfahrzeug, das zu Hause bei einer Mitarbeiterin lädt

Welche Leistung liefert ein mobiles Ladegerät an Schweizer Steckdosen?

Zu Hause lädt ein mobiles Ladegerät nie schneller, als die Steckdose zulässt. Die effektive Ladeleistung ist der kleinste von drei Werten: Steckdose, mobiles Ladegerät und Onboard-Lader des Fahrzeugs.

Schweizer Steckdose

Strom, den das Ladegerät zulässt

Ladeleistung

T13 (Haushalt)

8 A, einphasig

rund 1,8 kW

T23 (16 A)

13 A, einphasig

rund 3 kW

T25 (dreiphasig, Haushalt)

3 × 13 A

rund 8,9 kW

CEE16 rot

3 × 16 A

11 kW

CEE32 rot

3 × 32 A

22 kW, nur mit 22-kW-Gerät und einem Auto, das 22 kW annimmt

Werte der Schweizer Juice-Booster-Adapter gemäss Hersteller: T13, T23, T25, CEE16.

Zwei Schweizer Besonderheiten verändern das Bild gegenüber ausländischen Ratgebern:

  1. Kein einphasiges 32-A-Laden. Die Werkvorschriften der Netzbetreiber lassen über 3,7 kVA einphasig nur dreiphasige Anschlüsse zu und verbieten das Laden mit 32 A ein- oder zweiphasig. Die oft zitierte «7,4 kW an der blauen CEE32» ist in der Schweiz keine Option.
  2. Der Onboard-Lader begrenzt. Die meisten Elektroautos haben einen 11-kW-Onboard-Lader. Ein 22-kW-Ladegerät lädt dann auch an einer CEE32 nicht schneller als ein 11-kW-Gerät.

Quelle zu Punkt 1: Electrosuisse, Kapitel Energieversorgungsunternehmen.

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen? Die meisten Mitarbeitenden laden in der eigenen Garage an einer T23 oder T13. Die auf der Verpackung angegebenen 11 oder 22 kW nützen nur unterwegs, auf der Baustelle oder in einer Werkstatt mit CEE-Steckdosen. Wie Sie die Steckdose selbst wählen, erklärt unser Vergleich T13, T23 oder CEE: was in der Schweiz sinnvoll ist.

Unsere Vergleichskriterien

Wir haben die Kriterien gewählt, die beim Ausrüsten von einer oder mehreren Personen tatsächlich zählen:

  • Schweiz-Tauglichkeit: T13-, T23- und T25-Adapter erhältlich und in der Schweiz zugelassen, automatische Adaptererkennung.
  • Nutzbare Leistung an der Installation der Person, nicht die Maximalleistung des Geräts.
  • Zähler: vorhanden oder nicht, geeicht oder nicht.
  • Kommunikation: Bluetooth (Daten auf dem Smartphone), WLAN (abhängig vom Heimnetz) oder SIM (Datenabo pro Gerät).
  • Robustheit: Schutzart IP, Überrollfestigkeit, Verhalten bei Kälte.
  • Preis, multipliziert mit der Zahl der Fahrzeuge, plus Adapter.

Die besten mobilen Ladegeräte für die Schweiz

1. Juice Booster 3 air: der Schweizer Standard

Am besten auf Schweizer Steckdosen abgestimmt. Mobiles Ladegerät mit Schweizer Design und Entwicklung, 1,4 bis 11 kW, nach IP67 wasser- und staubdicht, 700 g ohne Kabel, mit App, RFID-Karten und Gleichfehlerstromerkennung (6 mA DC). Es erkennt den Adapter und stellt den Strom automatisch ein.

  • Herstellerpreis: CHF 1'299.– (Basic Set), CHF 1'449.– (Traveler Set), CHF 79.– pro zusätzlichem Schweizer Adapter (Basic Set, Traveler Set). Schweizer Händler sind oft günstiger.
  • Stärke: T13-Adapter mit Temperatursensor, T23 und T25 speziell für die Schweiz.
  • Grenze: maximal 11 kW; keine hervorgehobene Zählerzertifizierung.
  • Für wen: Mitarbeitende, die an wechselnden Steckdosen laden, Servicetechnikerinnen und -techniker im Aussendienst.

2. NRGkick: am stärksten auf Flotten ausgerichtet

Mobiles Ladegerät aus Österreich bis 22 kW, mit App, WLAN und Bluetooth sowie Versionen mit SIM-Karte und GPS, die Ladedaten ohne Heim-WLAN übertragen. Der Hersteller bietet eigene Flottenlösungen an (nrgkick.com).

  • Richtpreis in der Schweiz: rund CHF 750.– bis 1'500.–, je nach Version und Adapterset.
  • Stärke: autonome Datenübertragung, Anbindung an Flottenplattformen.
  • Grenze: Preis pro Fahrzeug, Datenabo bei SIM-Versionen, Gerät muss bei jedem Ein- und Austritt verwaltet werden.
  • Für wen: Flotten, die eine Hardware-Messung bei Fahrzeugen mit wechselnden Ladeorten wollen.

3. go-e Charger Gemini flex: bestes Verhältnis von Leistung und Preis

Mobiles 22-kW-Ladegerät mit WLAN, RFID und offenem OCPP-Protokoll. Ein Schweizer Händler führte den Gemini flex 2.0 22 kW zu CHF 680.40 (Buchmann), bei wechselnder Verfügbarkeit.

  • Stärke: Preis, offene Software.
  • Grenze: Manche im Ausland verkaufte Adaptersets sind in der Schweiz nicht zugelassen; prüfen Sie den T23- bzw. T25-Adapter vor dem Kauf.
  • Für wen: technikaffine Fahrerinnen und Fahrer, kleine Flotten mit eigener Datenauswertung.

4. Das einfache mobile Ladegerät ohne Kommunikation

Ein mobiles Ladegerät für T13 oder T23 ohne Zähler und App, oder ein Juice Booster 2 (22 kW, ohne Konnektivität), leistet elektrisch genau dasselbe. Wer immer am gleichen Ort lädt, kommt damit meist aus, sofern das Gerät für Schweizer Steckdosen ausgelegt ist.

Vergleichstabelle

Modell

Max. Leistung (an T23)

Schweizer Adapter

Daten

Richtpreis Schweiz

Für wen

Juice Booster 3 air

11 kW (3 kW)

T13, T23, T25, CEE

App, RFID

CHF 1'299.– bis 1'449.– (Hersteller)

Unterwegs, wechselnde Steckdosen

NRGkick

22 kW (je nach Adapter rund 3 kW)

je nach Set

WLAN, Bluetooth, SIM/GPS

rund CHF 750.– bis 1'500.–

Flotte mit Hardware-Messung

go-e Gemini flex 2.0

22 kW (je nach Adapter rund 3 kW)

zu prüfen

WLAN, OCPP

rund CHF 680.–

Technikaffine Nutzer

Einfaches mobiles Ladegerät

3 bis 22 kW je nach Modell

je nach Modell

keine

unterschiedlich

Laden am immer gleichen Ort

Voltaback (Software)

jede bestehende Installation

entfällt

Software-Messung, relative Abweichung 1,22 %

keine Hardware

Heimladestrom einer Flotte vergüten

Preise erhoben im November 2026, ohne Installation; sie ändern häufig.

Unser Fazit nach Bedarf

  • Pendlerin, die jede Nacht am gleichen Ort lädt: Ein mobiles Ladegerät für ihre T23 oder CEE genügt; die Konnektivität bringt kaum Mehrwert.
  • Reisen und wechselnde Steckdosen (Ferienwohnung im Engadin, Eltern in Luzern, Hotel): Juice Booster 3 air mit Schweizer Adaptern.
  • Hardware-Messung ohne WLAN: NRGkick mit SIM.
  • Günstigstes 22-kW-Gerät: go-e Gemini flex, Adapter prüfen.
  • Geschäftsauto, dessen Ladestrom vergütet wird: kein smartes Ladekabel. Eine Software misst an der bestehenden Installation und wendet den Tarif der Person an.

Braucht es für die Spesenvergütung einen MID-Zähler?

Nein. Kein Schweizer Steuererlass verlangt einen geeichten Zähler, um den Ladestrom eines Geschäftsautos zu vergüten. Grundsatz des Muster-Spesenreglements der SSK ist die Abrechnung effektiver Spesen gegen Beleg: Zu dokumentieren sind die für das Fahrzeug geladenen kWh und der Preis, den die mitarbeitende Person tatsächlich bezahlt.

Genau hier stossen smarte Ladekabel an Grenzen. Ihr integrierter Zähler ist in der Regel nicht zertifiziert, und er misst nur die Energie, die durch ihn fliesst, ohne den Tarif der Wohnung zu kennen. Voltaback stützt sich auf den MID-zertifizierten Zähler der Wohnung, nicht auf einen eigenständigen Kabelzähler. Jede Ladung wird dem richtigen Fahrzeug zugeordnet und mit dem Vertragspreis der Person bewertet; die Messung wurde von einer unabhängigen Drittpartei mit einer relativen Abweichung von 1,22 % geprüft.

Der Preis zählt ebenso viel wie die Messung. Laut ElCom reicht der Median 2026 im Haushaltsprofil H4 von 24.8 Rp./kWh im Kanton Zürich bis 33.2 Rp./kWh in Basel-Stadt, jeweils exkl. MWST (ElCom). Ein einheitlicher Pauschalbetrag kann also nicht für jemanden in Winterthur und jemanden in Riehen gleichermassen stimmen.

Die Grenzen smarter Ladekabel im Flottenbetrieb

Für Privatpersonen ist ein smartes Ladekabel ein Komfortgewinn. Für eine Flotte wird es zu einem Inventar, das verwaltet werden muss.

Flottenverantwortlicher vor Elektro-Geschäftsfahrzeugen, die mit Ladekabeln ausgerüstet werden sollen

  • Kosten mal Anzahl: 40 Fahrzeuge mit einem Gerät zu CHF 1'300.– ergeben CHF 52'000.– Hardware, vor Adaptern und Ersatz.
  • Verlust und Diebstahl: Ein mobiles Ladegerät liegt im Kofferraum oder auf dem Parkplatz; verschwindet es, muss es ersetzt werden.
  • Datenlücken: kein WLAN in der Einstellhalle, App nicht synchronisiert, Ladung mit einem anderen Kabel. Jede Lücke ist eine Ladung ohne Beleg.
  • Ein- und Austritte: Bei jedem Personalwechsel muss das Gerät zurückgeholt, zurückgesetzt und neu zugeteilt werden.
  • Kein Bezug zum Tarif: Das Kabel misst kWh, keine Franken. Die Stromrechnung jeder Person muss trotzdem eingeholt werden.

Eine smarte Wallbox hat vergleichbare Grenzen, dazu kommt eine Installation pro Wohnung: siehe unseren Artikel zur smarten Ladestation für die Flotte.

Ohne smartes Ladekabel vergüten: die Software-Messung

Am einfachsten ist es für eine Flotte, bei den Mitarbeitenden zu Hause gar nichts zu installieren. Voltaback ist zu 100 % Software: Sie verbindet sich mit über 48 Fahrzeugmarken, erfasst jede Ladung (Datum, Dauer, kWh), wendet den effektiven Preis des Stromvertrags der Person an und liefert einen monatlichen Beleg für die Lohnbuchhaltung.

  • Jede Installation: T13, T23, CEE oder Wallbox, Einfamilienhaus oder StWE, mit oder ohne Smart Meter. Siehe unseren Artikel zum Laden ohne Smart Meter.
  • Konformität: belegte effektive Spesen, weder Lohn noch AHV-pflichtig; ISO-27001-zertifiziert; das Unternehmen erhält nie die Standortdaten der Fahrerinnen und Fahrer, im Einklang mit dem nDSG.
  • Kein Gerät zu verwalten: nichts zu kaufen, zu verlieren oder zurückzuholen.

Die Lösungen für Ihre Flotte vergleichen Sie auf unserer Seite Alternative zur smarten Wallbox und zum smarten Ladekabel. Die Ladedauer je Steckdose zeigt unser Ratgeber zur Ladedauer eines Elektroautos.

Häufige Fragen zu mobilen Ladegeräten und Ladekabeln

Rüsten Sie Ihre Fahrerinnen und Fahrer richtig aus, nicht zwingend mit Kabel

Ein gutes mobiles Ladegerät für Schweizer Steckdosen bleibt zum Laden nützlich. Für die Vergütung des Heimladestroms einer Flotte erspart die Software-Messung jedoch Kauf, Verwaltung und Ersatz eines Geräts pro Fahrzeug.

Kontaktieren Sie unser Team: Wir zeigen Ihnen, wie Voltaback den Ladestrom Ihrer Mitarbeitenden von Basel bis St. Gallen zu effektiven Kosten vergütet, ganz ohne Hardware.

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